Wir rasen nicht, wir reisen

Irgendwo in Brandenburg

1998 – Abschlussfahrt nach Rom – Empfindung einer 18-jährigen: oh Mann, ist das ätzend!

2025 – Sommerurlaub: es geht gen Norden, Ziel: Rügen ist die erste Etappe – Empfindung einer 45-jährigen: oh Mann, ist das ätzend!

Ja, wir rasen nicht, wir reisen, sehen die Fahrt als eine Art Kulturreise an. Lesen aufmerksam die braunen Schilder an der Autobahn, die auf Kulturelles in der jeweiligen Umgebung hinweisen. Ja, toll, nein, wir fahren nicht hier raus, wir haben noch zig km hinter uns zu bringen. Denkfehler, wo ist er? Nichts ist hinter uns zu bringen, auch die Reise zum oder vom Ziel weg gehört zum Reisen dazu – so ist es, aber Ankommen wäre doch auch schön. Müdigkeit stellt sich ein – ah, wir haben ja unser Bett dabei. OK, weg von der Autobahn, lass uns ne Runde schlafen. 1,5 Std. später – herrlich, wieder Energie getankt, noch besser: Vespern, mmmhhhhhh, lecker Nudelsalat und ne kalte Spezi, ist das herrlich.
Der Jüngste an Bord fragt: wann sind wir endlich da? Ja, das wüsste ich auch gerne, mein Sohn, wann? Komm, lass uns TKKG hören, Folge 69, die kenne ich auch noch nicht, zu meiner Zeit gab es noch nicht so viele, oder doch? Zumindest bin ich nie so weit gekommen. Den Disclaimer überspringen wir, ja den gibt es wirklich [aber da fange ich jetzt erst gar nicht an drüber zu philosophieren]. Wieder knapp über 30 Minuten Fahrtzeit überbrückt. Guck` mal, wie sich die Landschaft verändert. Brandenburg, Feststellung des Kurzen: „Platz ist groß, nur Windräder, keine Häuser“ – jetzt bin ich wach, mich zerreißt es fast, prust, ja, das ist Brandenburg…“[…] in Brandenburg, in Brandenburg, ist wieder jemand…[…], was willste auch machen mit 17, 18 in Brandenburg. […]“ Ja, weiterfahren, wir, zumindest, jetzt und hier. Der Weg ist das Ziel – und alle Wege führen nach Rom, 1998 wie 2025…

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